Zurück an den Verhandlungstisch

Elternvertreter erneuern ihre Forderung nach Gesprächen zur Taunussteiner Kinderbetreuung

Demo am 04.02.2017 in TaunussteinDie aktuelle Debatte ist festgefahren. „Nach den Veröffentlichungen der Elternvertreter, der Stadt und der verschiedenen Fraktionen mit Teils persönlichen Angriffen hat die Diskussion an Sachlichkeit verloren“ sagt Korhan Ekinci, Vorsitzender des Gesamtelternbeirats. „Die Demo am vergangenen Samstag zeigt, dass die Eltern das Thema mit Sorge verfolgen. Es ist an der Zeit den aktuellen Satzungsentwurf zu überarbeiten.“

 

Die Elternvertretung hat im vergangenen Herbst im Zuge der anstehenden Haushaltsdebatte und des sensiblen Themas der Kinderbetreuung bei den Fraktionen die Einrichtung eines überparteilichen Forums angeregt. Im Ergebnis haben alle Fraktionen diese Vorgehensweise begrüßt. „Dieses Forum ist nötiger denn je, um die immer wiederkehrende Debatte nachhaltig und im Interesse Aller zu lösen. Dazu gehört Offenheit, Transparenz und der Wille zur ehrlichen Diskussion. So ein Vorgang braucht Zeit“, sagt der Vorsitzende des Stadtelternbeirats, Frank Kuhlmann.

Ihre Forderungen formulieren die Elternvertreter so:

  1. Schaffung eines Models, in dem es auch über den 01.08. hinaus noch möglich ist, Kinder wie bisher 10 Stunden betreuen zu lassen.
  2. Flexible Kontingente für Familien, die weniger als 10 Stunden Betreuung zulassen gem. Vorschlag des Gesamtelternbeirats.
  3. Weniger Leistung darf dabei nicht plötzlich mehr kosten.
  4. Keine Zuschläge für Kinder mit Allergien.
  5. Transparente Berechnung der Verpflegungsentgelte und Offenlegung der wirtschaftlichen Kalkulation.
  6. Gemeinsamer Brief an die Landesregierung – mehr finanzielle Unterstützung bei der Kinderbetreuung.

Dabei betonen die Vorsitzenden „es geht doch längst nicht mehr nur noch um die Höhe der Beiträge! Das aktuelle Konzept lässt für viele Familien eine vernünftige Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht zu.“

Immer wieder appellieren die Elternvertreter: „Keine Schnellschüsse! Wir fordern die Stadtverordneten auf, am 16.02. den Satzungsentwurf nicht zu beschließen. Die aktuelle Satzung muss bis zum 01.08. verlängert werden. Wir brauchen die Zeit, damit sich Stadt, Fraktionen und Elternvertreter abstimmen und eine Lösung ausarbeiten können. Wir reichen auch weiterhin die Hand!“

Autor: Korhan Ekinci am 08.02.2017