Elternvertreter laden zum Dialog ein

Diskussionen zur Anpassung der Gebührenordnung für die Kinderbetreuung

GesamtelternbeiratDie Veröffentlichungen aus dem Haushalt und die Pressemeldungen der letzten Wochen haben die Eltern Taunussteins sehr verunsichert. Am 07.11.2016 will Bürgermeister Zehner den Elternvertretern Maßnahmenvorschläge zu den Betreuungszeiten und der Geschwisterregelung vorstellen.

„Wir sind sehr wachsam, wenn es um Änderungen bei den Betreuungszeiten gehen soll. Für uns bedeutet dies im Augenblick, dass die Stadt die Betreuungszeiten einschränken  möchte, obwohl wir Eltern in einer Umfrage durch die Stadt mit großer Mehrheit für die aktuelle Regelung der Betreuungszeiten gestimmt haben. Auch der jährlich steigende Bedarf nach weiteren Ganztagesplätzen zeigt, dass Eltern gewisse Spielräume benötigen, um den Anforderungen von Familie und Beruf gerecht zu werden. Wenn dann auch noch Einsparungen bei der Geschwisterregelung vorgenommen werden sollen, trifft das viele Familien schon wieder doppelt!“, so Frank Kuhlmann, Vorsitzender des Stadtelternbeirats.

Um einen sachlichen, zeitlich entzerrten und intensiven Dialog mit den politischen Entscheidern unabhängig von Fristen zur Haushaltsaufstellung zu führen, haben die Elternvertreter in einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden aller Parteien zu Gesprächen eingeladen. Erste Termine sind bereits verabredet.

Korhan Ekinci, Vorsitzender des Gesamtelternbeirats meint dazu: „Es ist immer besser miteinander zu reden als übereinander, darum reichen wir allen Parteien die Hand. In den kommenden Wochen wird es viele Präsentationen geben, die den ehrenamtlichen Stadtverordneten im Stadtparlament das Eine oder Andere vorrechnen sollen. Wir glauben, dass wir diesen Weg der Lösungsfindung von Anfang an gemeinsam gehen sollten und uns gegenseitig begleiten müssen.“

Bürgermeister Zehner sagte den Elternvertretern zu, dass es noch vor dem 15.11. zu einer Sondersitzung mit den Elternbeiräten als Gäste zwecks Vorstellung der Kalkulationen geben soll. Darüber hinaus sollen die Elternvertreter ein zweites Mal vom exklusiv vom Institut für Public Management am 23.11.2016 eine Präsentation bekommen. Mit dem Engagement und der Expertise, die wir uns als Elternvertreter in den vergangenen Jahren erarbeitet haben, können wir selbstbewusst und gelassen der Expertendiskussion entgegengehen.

„Wir freuen uns darauf, den Dialog auf die Fraktionen als die letztlich verantwortlichen Entscheider im Stadtparlament zu erweitern. Nach den heftigen Gebührenerhöhungen hoffen wir auf eine vernünftige und zukunftsorientierte Lösung für die nächsten Jahre. Den Weg zur zertifizierten kinderfreundlichen Kommune werden wir aktiv begleiten und uns für die Interessen von Kindern und Familien in Taunusstein einsetzen!“, so die beiden Elternvertreter abschließend.

Autor: Korhan Ekinci am 01.11.2016